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Falle Hauskauf: Worauf Makler achten müssen
Veröffentlicht am 10.04.2018 |  Kommentare

Im Dschungel der Gesetze ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Gerade wenn es um den Hausverkauf geht ist Vorsicht geboten, denn die Käufer achten auf jede Kleinigkeit. Daher sollte jeder Makler wissen, worauf zu achten ist, um hohe Bußgelder und Anklagen zu vermeiden. Worauf kommt es also bei einem guten Verkauf an und wann müssen Makler haften?

Hier das Wichtigste im Überblick:

Wie in allen Bereichen des Lebens, müssen auch beim Makeln bestimmte Regeln eingehalten werden. So können falsche Versprechen an den Käufer (vielleicht sogar unwissentlich gemacht) schon strafrechtlich gehandelt werden. Damit der Kunde nicht das Gefühl hat, dass der Makler falsche oder sogar leere Versprechungen gemacht hat, muss der Makler alle relevanten Informationen, die für die Kaufentscheidung möglicherweise von Bedeutung sein könnten, dem Kunden wie auch dem Verkäufer offen darlegen, so Az.: III ZR 295/04. Kann der Käufer beweisen, dass der Makler gegen seine Pflichten aus dem Vertrag verstoßen hat, verliert der Makler seine Provision und muss gegebenenfalls einen hohen Schadensersatz zahlen.

Insgesamt konnte in den letzten Jahren beobachtet werden, dass die Rechtsprechung an die Leistung der Makler immer höhere Anforderungen stellt. Demnach hafteten Makler bisher immer nur mit ihrer Provision. Eine Schadenersatzzahlung war dagegen eher die Ausnahme. Dies hat sich nun jedoch durch die letzten Entscheidungen des Bundesgerichtshofes geändert.

An dieser Stelle ist es aber auch wichtig zu wissen: Makler haften nicht für alles. So müssen Makler in der Regel keine Erkundigungs- und Nachprüfungspflicht treffen und erfüllen auch nicht die Aufgaben eines Sachverständigen. Laut dem OLG Stuttgart, Az.: 3 U 154/10 sind Makler also nicht zur Überprüfung der Fakten verpflichtet. Allerdings gilt auch weiterhin: es dürfen keine zu hohen oder zu niedrigen Immobilienwerte vorschlagen werden. Sonst könnten Käufer oder Verkäufer klagen. Daher gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Kann der Makler eine Frage des Kunden nicht beantworten, muss er auf seine Unkenntnis hinweisen.

 

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