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EU-DSGVO – Das Wichtigste im Überblick
Veröffentlicht am 19.03.2018 |  Kommentare

Ein Thema, das in den letzten Wochen heiß diskutiert wurde, ist die neue EU-DSGVO, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt. Welche Änderungen kommen nun auf die Immobilienwirtschaft und auf Makler zu? Um Ihnen einen kurzen Überblick zu verschaffen und die Einstellung auf die aktualisierten Datenschutzregeln zu vereinfachen, haben wir die wichtigsten Punkte einmal für Sie zusammengefasst:

Die EU-DSGVO umfasst insgesamt 99 Artikel und 173 Interpretationen der Rechtsnormen – das klingt nicht nur nach einer Menge, tatsächlich hat sich die Anzahl an Artikel und Paragrafen gegenüber dem bisherigen Bundesdatenschutz stark erhöht. Daher ist es ganz besonders wichtig, den Überblick nicht zu verlieren und die wichtigsten Änderungen im Kopf zu behalten.

Was ist also neu im Mai? Wie der Name schon verrät, umfasst die neue Datenschutzverordnung einheitlich ganz Europa. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, hat es Deutschland jedoch ganz gut getroffen. Denn: einige Punkte sind mit dem bisherigen BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) gleichgeblieben. Dennoch gibt es ein paar Neuerungen.

Die wohl extremste Veränderung lässt sich im Bereich Bußgeld finden. Die Geldbuße für das Datenschutz-Verbot erhöht sich von 300.000 Euro auf 20 Mio. Euro oder auf vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes im letzten Geschäftsjahr. Für viele Unternehmen ist dies bereits eine absolute Existenzgefährdung und sollte daher mit viel Umsicht behandelt werden. Zudem gibt es eine Erweiterung der Informations- und Auskunftspflichten. Egal ob Interessent, Mieter, Käufer oder Verkäufer: Jeder hat nun das verstärkte Recht zu erfahren, welche Daten wie, wann und wo von ihm gespeichert wurden. Das Problem, was sich dabei oftmals für Makler ergibt ist folgendes: Bei Daten, die in der Vergangenheit erhoben wurden, ist in einigen Fällen keine saubere Dokumentation über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vorhanden. Damit diese Datensätze nicht alle gelöscht werden müssen, empfiehlt es sich hier, die entsprechenden Kunden zu kontaktieren, um eine erneute Zustimmung für die Speicherung der Daten zu erhalten.

Einige Punkte bleiben jedoch mit dem alten BDSH gleich. Dabei gilt jedoch: Vorsicht! Denn auch bei den alten Regeln, gelten die neuen, erhöhten Bußgelder. Dazu kommt, dass nach wie vor in jedem Unternehmen mit mehr als 10 Personen, die von Kunden personenbezogene Daten erheben, ein Datenschutzbeauftragter bestehen bleiben muss. Zudem muss auch zukünftig mit allen Dienstleistern, die für einen Makler personenbezogene Daten erheben, ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden (wie z.B. mit onOffice oder Ogulo).

Wie geht man nun also am besten vor?

Natürlich ist es immer erst einmal wichtig, dass die Notwendigkeit für einen ausreichenden Datenschutz in jedem Unternehmen verstanden wird. Danach sollten verschiedene Schritte eingeleitet werden: Eine Analyse der Daten sowie auch der Prozesse und Dienstleister ist daher unabdinglich. Die einfachste Art und Weise, Ihren Datenschutz strukturiert aufzubauen, ist daher die Einführung eines Datenschutz-Management-Systems. Dieses unterstützt Sie bei der Optimierung Ihrer Daten und weist zusätzlich darauf hin, wo eventuelle Sicherheitslücken zu schließen sind. Hier können Sie zum Beispiel auf das System der DSM-Online-GmbH (www.dsm-online.eu) zurückgreifen.

Für weitere Informationen bezüglich der EU-DSGVO werfen Sie gerne einen Blick in unsere Kundenzeitschrift onOffice IMMOtion. Dort finden Sie einen detaillierten Artikel des ituso-Geschäftsführers Mirko Tasch zu diesem Thema.

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