NRW und Hessen: Grundsteuer B wird immer höher
Veröffentlicht am 22.08.2017 |  Kommentare

In Deutschland werden Immobilien immer teurer – vor allem in NRW und Hessen sind Häuser, Wohnungen und Grundstücke für viele Bürger bereits unerschwinglich. Zusätzlich erhöhen nun auch noch viele Städte und Gemeinden ihre Steuern, um den Kassenhaushalt aufzubessern. Für viele Immobilienbesitzer sind das schlechte Neuigkeiten – besonders weil sich die Zahlen in den letzten Jahren nicht verbessert haben.

Viele Bürger in Deutschland träumen von der eignen Immobilie, doch die Besitzer-Quote liegt im Gegensatz zu Deutschlands Nachbarländern weit unter dem Durchschnitt. Der Grund dafür liegt in den massiv gestiegenen Preisen innerhalb der letzten paar Jahre. Bereits in nur diesem Jahr stiegen die Preise für Steuer und Abgaben allein von April bis Juni um 5,9 Prozent im Vergleich zu 2016. Das liegt vor allem daran, dass in Deutschland zu wenig neue Wohnungen entstehen, die die Preise ansonsten mittragen würden. Obwohl der Staat so hohe Steuereinnahmen verbucht, leiden dennoch viele Kommunen unter Löchern in ihren Gemeindekassen. Um ihre Einnahmen zu steigern, heben nun viele Gemeinden die Sätze für Gewerbesteuern an, was überwiegend die Unternehmen trifft.

Dazu kommt nun auch noch: Eine ganze Reihe von Städten erhöhen die Grundsteuer B, die das Eigentum vom bebaubaren Grundstücken besteuert. Deutschlandweit ist der Hebesatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte auf 534 Prozent gestiegen – gerade in kleinen und mittelgroßen Städten in NRW und Hessen belastet dies die Bürger sehr. Manche Gemeinden – wie zum Beispiel das bei Duisburg gelegene Kamp-Lintfort - erhöhten den Hebesatz zuletzt um 50 Prozentpunkte, andere sogar gar um 100. Je nach Grundstückswert belastet dies jeden Hausbesitzer um 100 Euro mehr pro Jahr. Den aktuell höchsten Satz hat momentan allerdings Witten im Ruhrgebiet mit 910 Prozent.

Durch die ganzen Erhöhungen leidet die Konkurrenzfähigkeit von den betroffenen Bundesländern enorm. Mittlerweile zahlen Unternehmen in NRW deutlich mehr Abgaben als ihre Konkurrenten in anderen Bundesländern wie etwa Baden-Württemberg. Die Folge: Die einzelnen Bundesländer werden als Wirtschaftsstandort geschwächt und auch die Arbeitsplätze vieler betroffenen Bürger sind somit bedroht.

 

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