Neue Studie: Kaufen vs. Mieten
Veröffentlicht am 01.08.2017 |  Kommentare

Zahlt es sich heutzutage aus in Wohneigentum zu investieren oder ist Mieten die bessere Wahl?

Experten vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) untersuchten im Auftrag der Postbank Immobilienmärkte in ganz Deutschland. Das Ergebnis der veröffentlichten Postbank Studie Wohnatlas 2017 zeigt: Auf die Lage kommt es an.

Als Richtlinie der Untersuchung gilt das Verhältnis zwischen regionalen Mietpreisen und örtlichem Nettoeinkommen. Im Fokus der Analyse steht die Frage: Wie viele Monatsmieten müssen Käufer für eine durchschnittliche 100-Quadratmeter Wohnung zahlen?

Deutschlandweit ist die Spanne breit. An der Spitze steht der Landkreis Nordfriesland mit der beliebten Ferieninsel Sylt. Dort müssen durchschnittlich mehr als 23 regionale Pro-Kopf-Jahreseinkommen für 100 Quadratmeter Wohnfläche bezahlt werden, geht aus der Studie hervor. In der Kategorie teuerste Großstädte stehen München, Hamburg und Berlin an erster Stelle der Rankingliste.

„Wohnimmobilien zu vergleichsweise moderaten Preisen finden sich in 195 der 402 Landkreise und kreisfreien Städte", bestätigt Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH. Städte wie Dortmund, Essen, Bremen und Hannover sowie eher abgelegene Landkreise wie zum Beispiel der sächsische Vogtlandkreis oder der thüringische Kyffhäuserkreis, bieten demnach relativ günstige Preise, bei denen sich ein Kauf lohnt. Dort seien die Mieten bereits gestiegen, die Kaufpreise aber laut Postbank Wohnatlas 2017 noch moderat.

Fakt ist: Wohneigentum bleibt in der anhaltenden Niedrigzinsphase in einigen Großstädten ein lohnenswertes Investment und die einzige Form der Altersvorsorge, die auf Anhieb wirksam ist. Zudem profitieren Haus- und Wohnungsbesitzer auch finanziell von ihrem Eigentum, denn die Prognose stellt anschaulich dar, dass der Immobilienwert bis 2030 in mehr als der Hälfte der 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städten steigt. Entscheidend ist bei diesem Thema der Standort.

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