Sachkundenachweis abgelehnt, Weiterbildungspflicht in Planung
Veröffentlicht am 04.07.2017 |  Kommentare

Monatelang war er immer wieder Thema: Der Sachkundenachweis für Makler. Bereits am 06.09.2017 berichteten wir auf unserem Blog über die geplante Einführung des Nachweises für Makler. Der Hauptgrund war, einen Standard für die Immobilienmakler vorauszusetzen: Der Schutz vor den „schwarzen Schafen“ der Branche und die Wahrung des Rufes der guten und seriösen Immobilienmakler. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Gesetz Ende 2016 oder Anfang 2017 in Kraft treten.

Doch dieser Zeitpunkt konnte aufgrund von gewünschten Änderungen erstmal nicht eingehalten werden. Geändert werden sollten unter Anderem die Punkte Berufshaftpflichtversicherung, Know-How in der Kundenberatung und zu energetischen Eigenschaften, die Alte-Hasen-Regelung, die Nachweise für Mitarbeiter und die Übergangszeit.

Nun wurde Ende Juni beschlossen, dass es vorerst keinen rechtlichen Beschluss zum Sachkundenachweis geben wird. Personen können sich weiterhin als Immobilienmakler bezeichnen, eine fachliche Prüfung ist nicht nötig.

Der Gesetzentwurf soll nun in eine ähnliche Richtung gehen. Anstatt eines Sachkundenachweises soll eine Weiterbildungspflicht eingeführt werden. Immobilienmakler und Hausverwalter müssten dann alle drei Jahre eine Weiterbildung von 20 Stunden absolvieren. Sollten diese Weiterbildungen nicht stattfinden, drohen Geldstrafen in der Höhe von bis zu 5.000€. Aber auch hier sind schon Ausnahmen geplant: Makler und Verwalter, die gelernte Immobilienkaufmänner bzw. -frauen sind (Ausbildung oder Studium), sind in den ersten drei Jahren von der Weiterbildungspflicht befreit.

Vor dem 01. Mai 2018 wird das neue Gesetz aber nicht in Kraft treten. Die Wahrscheinlichkeit, dass bis dahin noch Änderungen geplant werden, ist daher relativ hoch.

 

Was halten Sie von der aktuellen Situation um den Sachkundenachweis bzw. der Weiterbildungspflicht? Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit!  

 

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