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Immer mehr Pendler in Deutschland
Veröffentlicht am 18.04.2017 |  Kommentare

Früher aus dem Haus um Bus oder Bahn rechtzeitig zu bekommen oder um dem Stau auf den Straßen zu entgehen: für Pendler der ganz normale Alltag.

Zahl der Pendler erreicht 2017 Rekordwerte

Nach einer neuen Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Bonn pendelten im vergangenen Jahr bundesweit 60 Prozent aller Arbeitnehmer zum Job in eine andere Gemeinde, Zahl steigend. Pendler-Hochburg München hält dabei den Rekord (plus 21 Prozent seit dem Jahr 2000), gefolgt von Frankfurt am Main (14 Prozent mehr als im Jahr 2000).

Laut einer Umfrage von immowelt.de* darf für 56 Prozent der Deutschen der Weg zur Arbeit im Schnitt bis zu einer Stunde dauern – „dann ist für die meisten Deutschen die Schmerzgrenze erreicht.“ Verkehrsstrecken in größeren Städten wie Berlin, München oder Köln dauern generell länger als in kleineren Städten. In Aachen zum Beispiel pendeln lediglich sieben Prozent der Arbeitnehmer.

Hohe Immobilienpreise im Zentrum der Großstädte oder die Zufriedenheit der eigenen vier Wände sind Hauptmotivationsgründe der Pendler, die ins Umland der Städte ausweichen. Experten meinen, dass der Pendlerstrom in Zukunft sogar steigen könnte. „Die Leute sind bei der Arbeitsplatzwahl flexibler als bei der Wahl des Wohnorts. Die Entwicklung wird sich nicht drehen.", so Christian Breu, Geschäftsführer des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum in München. Dies gelte vor allem auch für Paare mit Kindern, die oft ungern freiwillig ihr gewohntes Zuhause verlassen.

Trend: Homeoffice?

Schluss mit langen Strecken zur Arbeit dank dem Büro in den eigenen vier Wänden: das ist das Konzept des Homeoffice. Zwölf Prozent der deutschen Beschäftigten arbeiten bereits gelegentlich oder dauerhaft im Homeoffice. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sieht einen Trend in diese Richtung hervor.

Fakt ist: Viele Pendler nehmen lange Strecken in Kauf, sei es um den Geldbeutel zu schonen oder das eigen eingerichtete Zuhause nicht aufzugeben. Andere dagegen packen die Umzugskartons und ziehen in die Großstädte oder nehmen sich einen Zweitwohnsitz – dieser muss allerdings gesetzlich versteuert werden.


*Für die von immowelt.de beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2017“ wurden im Februar 2017 deutschlandweit 1.000 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.

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