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Aktuelle Infos zum Sachkundenachweis
Veröffentlicht am 04.04.2017 |  Kommentare

Vor gut einer Woche, am 29. März, fand eine öffentliche Ausschusssitzung mit  Anhörung zum Thema Berufszulassungsregelung für Immobilienmakler und Hausverwalter statt. Im Bundestag traf sich der Ausschuss für Wirtschaft und Energie, um über Änderungen des geplanten Sachkundenachweises zu diskutieren.

Was es mit dem Sachkundenachweis auf sich hat, kann in diesem Blogeintrag vom 06.09.2016 nachgelesen werden.

Laut Mona Mohrat, Deutscher Industrie- und Handelstag,  wird „die Einführung einer Berufszulassungsregelung für Immobilienmakler äußerst kritisch“ angesehen. Laut ihr fehle die Begründung zur Einführung dieser Regelung. Da keinerlei empirischen Darstellungen vorliegen, weshalb ein Sachkundenachweis nötig wäre, liefe der Markt scheinbar gut und auch Kunden würden wohl gut beraten werden.

Die Anhörung resultierte aus einem Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, in dem von der Bundesregierung eine Vorlage des Wohnungseigentumsgesetz gefordert würde. Dies soll die Verbraucherrechte von Wohnungseigentümern und –gemeinschaften festlegen, welche außergerichtliche Streitbeilegungen bekräftigt und den erwähnen Sachkundenachweis von Immobilienmaklern und Hausverwaltern verlangt.

Ein Großteil der Anwesenden war mit dem Entwurf einer neuen Berufszulassungsregelung für Makler und Verwalter einverstanden. Unter anderem stimmten „Wohnen im Eigentum“ und „Dachverband Deutscher Immobilienverwalter“ zu. Der Deutsche Mieterbund war sogar dafür, die Einführung des Sachkundenachweises bis auf die Mietverwaltung auszudehnen. Außerdem soll die erwünschte „Alte-Hasen-Regelung“ nicht umgesetzt werden.

Kritik an dem Entwurf äußerten die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Nationale Normenkontrollrat.

Für April und Mai sind weitere Sitzungen der Ausschüsse geplant, um den Gesetzesentwurf weiter zu optimieren. Wenn das Gesetz in dieser Legislaturperiode noch festgelegt werden soll, muss es bis Ende Juni verabschiedet sein. Ansonsten kann vor 2018/2019 nicht damit gerechnet werden.

 

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