Neues Geldwäschegesetz
Veröffentlicht am 30.05.2017 |  Kommentare

Immobilienmakler standen bisher immer in der Pflicht, vor einem Besichtigungstermin die Identität eines potenziellen Käufers prüfen zu müssen. Diese Kontrolle ist erforderlich, um Geldwäsche zu vermeiden. Makler zählen zu den sogenannten Verpflichteten des „Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ (Geldwäschegesetz) und sind daher angewiesen, Ihre potenziellen Käufer vor dem Erwerb einer Immobilie zu prüfen.

Der Bundestag-Finanzausschuss hat am 17. Mai 2017 beschlossen, dass das Geldwäschegesetz eine Neuerung erhält. Makler müssen jetzt erst die Identität des möglichen Käufers prüfen, wenn dieser ernsthaftes Interesse an dem Erwerb der Immobilie zeigt, und nicht schon vor dem Besichtigungstermin.

Doch ab wann besteht ernsthaftes Interesse?

Laut dem IVD kann man ein ernsthaftes Kaufinteresse daran ausmachen:

• Erhalt eines Entwurfs des Kaufvertrages der Erwerb der Immobilie

• Reservierungsvereinbarung

• Überweisung einer Reservierungsgebühr

• Abschluss eines Vorvertrags

Das Gesetz soll zum 26. Juni 2017 in Kraft treten.

Die spätere Identifizierung soll für ein entspannteres Verhältnis zwischen dem möglichen Käufer und dem Immobilienmakler sorgen. Viele Interessenten schreckt es ab, sich schon vor einer Besichtigung ausweisen zu müssen. Das geänderte Gesetz lockert das Verhältnis nun auf und wird für weniger Unmut bei den Kaufinteressenten sorgen. Bei ernsthaftem Kaufinteresse ist das Verständnis bezüglich des Ausweisens natürlich eher gegeben als bei Interessenten, die erst mal „nur gucken wollen“.

Was halten Sie von der Neuerung des Geldwäschegesetzes? Teilen Sie uns gerne in den Kommentaren Ihre Meinung mit!

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